Rückgang bei Insekten deutet auf Massenaussterben

Zwei neue Studien aus Großbritannien zeigen, dass die Artenvielfalt auf der Insel stark abnimmt. Der Zensus der britischen Forscher zeigt, dass auch Insekten - die bisher als unverwüstlich galten - davon betroffen sind. 20.000 Freiwillige durchstreiften die Wiesen und Wälder Großbritanniens, zählten hingebungsvoll Pflanzen, Vögel und Schmetterlinge. Danach sind in den vergangenen Jahrzehnten die Vogelarten um rund 50 Prozent zurückgegangen, bei den Pflanzenarten ist es ein Drittel, erklärt Jeremy Thomas vom britischen Zentrum für Ökologie und Hydrologie: "Wir haben erstmals für irgendein Land auf dieser Welt einen sehr, sehr detaillierten Datensatz, nicht nur über den Bestand, sondern auch über die Veränderungen, denn wir haben Vergleichsdaten, die bei großen Zählaktionen vor 20 bis 40 Jahren gewonnen worden sind. Danach haben die heimischen Vogel- und Pflanzenarten stark abgenommen, ebenso die Schmetterlinge, die stellvertretend stehen für alle Insekten. Ja, den Schmetterlingen scheint es sogar noch schlechter zu gehen als den anderen."

Quelle: Deutschlandfunk, 19.03.2004
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